Schulbustraining am Hölderlin-Gymnasium, Lauffen / Neckar am 2.3.2010

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Schulbustraining am Hölderlin-Gymnasium, Lauffen / Neckar in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz am 02.03.2010

 

„Festhalten – der Schulranzen fliegt durch den Schulbus“

 

Der neunjährige Florian Schmidt der Klasse 5c des Hölderlin-Gymnasium in Lauffen / Neckar sitzt am Steuer seines  Schulbusses und sucht im Rückspiegel verzweifelt seine Klassenkameraden: „Gerade waren die doch noch da?“

 

Hier hat das Gesetz des „toten Winkel“ zugeschlagen, erklärt der Schulbustrainer Peter Beck dem Schüler. Alle 25 Klassenkameraden stehen ca. einen Meter vom Bus entfernt, quasi unsichtbar für den Fahrer. Ein gewaltiges Gefahrenpotential, das tagtäglich zu dramatischen Unfällen führt.

 

Peter Beck und sein Kollege Georg Harpeng sind ausgebildete Bustrainer des Fahrzeugherstellers Mercedes-Benz. Zusammen mit dem örtlichen Unternehmen Friedrich Gross, welches täglich hunderte von Schülern zum Schulzentrum Lauffen / Neckar bringt, führen sie ein aktives Training durch. 98 Schüler der Klassenstufe Fünf erhalten Einblick in die tägliche Arbeit der Busfahrer und lernen z.B. beim Rollentausch mit ihrem Fahrer dessen Arbeitsplatz kennen. Parallel werden typische Situationen des Alltags durchgespielt, die im Schülerverkehr immer wieder zu Problemen und Unfällen führen können.

 

„Das aktive Training mit den Schülern direkt am und im Bus hat sich bewährt“, so Andreas Kühner, Geschäftsführer der Firma Friedrich Gross. Die Schüler erleben zum Beispiel die Gewalt eines 20-Tonnen Linienbusses, wenn dessen Reifen einen Plastikkanister oder einen Turnschuh überfahren. Kaum auszudenken, wenn hier noch ein Fuß drin gesteckt hätte. Bewährt hat sich dabei auch, so Kühner, dass bei der Schulung neben den professionellen Trainern auch die Busfahrer teilnehmen. Schüler und Fahrer lernen sich besser kennen, denn in den kommenden 4-5 Schuljahren wird man sich dann ja nahezu täglich begegnen.

 

Spektakulär ist schließlich am Ende der Schulung der Bremstest: mit Tempo 40 km/h wird der Bus mit einer Bremskraft von 90 Prozent schlagartig zum Stehen gebracht. Wichtig ist es, dass man sich dabei nicht nur selbst ständig während der Fahrt festhält, sondern auch beim Einsteigen darauf achtet, wo Taschen und Ranzen verstaut werden. Beim Bremstest staunten die Schüler nicht schlecht, als ein von den Trainern präparierter Schulranzen über 5 Meter durch den Bus geschleudert wurde. Bei einem echten Unfall, da ist sich der neunjährige Florian sicher, hätte das „richtig weh getan!“.

 

Weitere Informationen:

 

Andreas Kühner – Telefon 07131-150938

www.gross-reisen.de