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Reiseerlebnisse von Michaela Düll ...

"Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste"

 

Kontakt: 07131 - 1509-912 / michaela.duell@remove-this.gross-reisen.de

ST.PATRICK's DAY in DUBLIN 2017
Eine Bilderreise in 4 Tagen

Vom 15.03. bis 18.03.2017 waren 25 GROSS-Kunden zusammen mit GROSS-Reiseleitung Michaela Düll in der irischen Metropole Dublin unterwegs. Ein Highlight bei der viertägigen Tour war der irische Nationalfeiertag am 17.03.
Die schönsten Reiseerlebnisse von dieser Tour haben wir für Sie in unserer Fotogalerie als eine Art "Bilderreise" zusammengestellt!

Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen!

Kroatiens Inseln und Dalmatische Küstenstädte - eine exklusive Kreuzfahrt auf der Adria mit der Motoryacht Spalato


„Das ist einfach fantastisch“, schwärmt Dieter Heyen und springt mit einem eleganten Kopfsprung von Bord in die türkisblaue Adria. "Und so entspannend", ergänzt Giggi Hohly, die es sich gerade in einem der Loungesessel mit einem Buch gemütlich macht. Die exklusiv für die Leserreise der Heilbronner Stimme gecharterte Motoryacht Spalato dümpelt bei den Pakleni Inseln vor der Bucht der Inselhauptstadt Hvar. Nach einer 2-stündigen Badepause kommt so langsam Hunger auf, und der eine oder andere Gast wendet sich an  Crewmitglied Neno, der in puncto Aufmerksamkeit und zuvorkommendem Service einem englischen Butler gleicht, um sich nach dem Abendmenü zu erkundigen.  Während die Gäste wenig später ein dalmatisches Essen genießen, legt die Spalato im Hafen von Hvar an. Als es langsam Nacht wird, geht es für die Gruppe nochmal von Bord: Mit ihrer kroatischen Reiseleiterin Melita unternimmt sie einen Stadtspaziergang durch Hvar, über die schönen Plätze mit Kathedrale und Stadttheater und durch enge romantische Gässchen. Alles ist in warmes, gedämpftes Licht getaucht, und an jeder Ecke liegt ein Restaurant oder eine Bar. Kein Wunder, denn  Hvar ist der Inbegriff des „Dolce Vita“ und „der“ Treffpunkt des Jet-Sets, sofort erkennbar an den gigantischen Yachten, die im Hafen angelegt haben. Einige aus der Gruppe werden zu Nachtschwärmern und kehren erst spät auf die Spalato zurück. 

So oder ähnlich sehen die nächsten sieben Tage aus, während das weiße Schiff mit den schönen Holzintarsien vor der Dalmatischen Küste kreuzt und immer wieder in einer anderen einsamen Bucht für pure Badefreuden vor Anker geht. Auf der Insel Mljet wandert die Gruppe auf einem von Pinien beschatteten Weg durch den Nationalpark zum großen See mitten auf der Insel. Weiter geht es mit dem Boot zu der berühmten Klosterinsel. In Dubrovnik warten eine schillernde Altstadt umgeben von gewaltigen Festungsmauern, die Hauptgasse Stradun, Stadthäuser, Zollhaus und Kirchen aus verschiedenen Epochen auf ihre Entdeckung. Im Gegensatz dazu ist die Inselhauptstadt Korcula auf der gleichnamigen Insel winzig, hat aber mit einem großen Sohn der Stadt - dem Weltreisenden Marco Polo, dessen Geburtshaus auf der Insel stehen soll - aufzuwarten. An diesem Abend steht auch das Captains Dinner mit Kapitän Zoran, Sektempfang und einem leckeren Fisch-Menü mit Muscheln, Krabben und Pulpo auf dem Programm. Begleitet von Delphinen und vorbei an der Insel Brac erreicht die Spalato die weite Bucht von Makarska am Fuße des mächtigen Biokovo-Gebirges. Am nächsten Tag kreuzt das Schiff vor der Mündung des Cetina Flusses, wo einst Piraten den venezianischen Handelsschiffen auflauerten. Die Gäste nehmen die Gelegenheit wahr und fahren – ausgerüstet mit Piratentuch und Augenklappe - mit einem Ausflugsboot auf dem Cetina Fluss aufwärts, vorbei an steil aufragenden Felsen und wilder Makija, dem charakteristischen mediterranen Gebüsch. Am letzten Abend zeigt sich Split ganz von seiner römischen Seite, denn an diesem Abend findet das Diokletian-Festival statt. Auf den Straßen und Plätzen stellen sich die römischen Legionen auf, Stadtführer, Kellner und Musiker schmücken sich mit römischer Toga und Lorbeerkranz, auf der Uferpromenade flanieren Einheimische und Urlauber und im Diokletianpalast, dem Unesco-Weltkulturerbe, grüßt Kaiser Diokletian sein Volk. Vor dem Rückflug wartet Trogir, eine weitere Unesco-Weltkulturerbestätte, mit der Kathedrale SvetiLovre, auf die Gäste. Auch unbeteiligte deutsche Touristen spitzen die Ohren, als Reiseleiterin Melita das romanische Portal mit seinen außerordentlichen Skulpturen – ein Kunstwerk ersten Ranges – erklärt. Am Ende schließen sich alle Teilnehmer an: „Diese Reise war fantastisch!“  

 

Irland - mystisch, voller Sagen und Legenden
und doch ganz im hier und heute!

 

Mit strahlendem Sonnenschein und Badewetter wurde unsere kleine Gruppe am Flughafen in Dublin empfangen. Die anderen Teilnehmer unserer großen Irlandrundreise waren schon vor einem Tag gestartet und noch mit dem GROSS-Bus unterwegs. Wir anderen fuhren mit einem Kleinbus mit unserer Reiseleiterin Sabine, die uns am Flughafen begrüßte, zum Hotel. Kurz danach starteten wir schon unternehmungslustig mit dem Linienbus direkt vom Hotel ins Zentrum von Dublin. Wir waren begeistert von der Atmosphäre der Stadt: überall standen die Leute draußen vor den bunten Pubs und Cafés, machten einen Einkaufsbummel und bewunderten die vielen Straßenkünstler, die mit Gesang und Artistik zur spätnachmittäglichen Unterhaltung beitrugen. Am Abend lernten wir dann die anderen Teilnehmer kennen und freuten uns, als wir einige Teilnehmer von früheren Reisen wiedertrafen. Am folgenden Tag  stand die Stadtrundfahrt mit den Sehenswürdigkeiten von Dublin wie die St.Patricks Cathedrale und das Trinity College mit dem Book of Kells sowie die irische Traditionswhiskybrennerei "Jameson" - natürlich mit Kostprobe – auf dem Programm. Die nächsten Tage reihten sich aneinander wie "grüne" Perlen mit vielen Eindrücken von dieser abwechslungsreichen,  mystischen Landschaft: teils nebelverhangen mit grünen Weideflächen voller Schafe, teils Moorland mit tiefen Seen und trutzigen, grauen Schlössern umgeben von wunderschönen blühenden Gärten wie Kylemore Abbey.  Aber auch karge Abschnitte mit Flechten und winzigen Blumen und steilaufragende Klippen und brausendes Meer wie bei den atemberaubenden "Cliffs of Moher".  Jeden Morgen wurden wir im Bus von unserem Busfahrer Andre und der Reiseleiterin Sabine bestens gelaunt begrüßt und Sabine hatte jeden Tag einen irischen Segensspruch für uns. Wunderbarerweise wurden wir morgens - in schönen kleinen "Häppchen" in eine neue Geschichtsepoche Irlands eingeführt und mit irischen Sprüchen, Sagen und Märchen bestens unterhalten - vielen Dank Sabine! Gegen Ende der Reise waren wir dann bei der neueren Geschichte, auch mit dem Nordirland-Konflikt angelangt und konnten vieles besser verstehen als wir dann tatsächlich Derry und Belfast besuchten. In Nordirland wartete auch noch mit dem Giants Causeway, mit seinen Basaltsäulen und dem gigantischen Ausblick aufs Meer, ein weiteres Naturhighlight auf uns. Das war ein großartiger Abschluss einer wunderbaren, "grünen" Reise! Hier noch mein Lieblingsspruch, der den irischen Humor großartig darstellt:

 

IRISH PHILOSPOHY
There are only two things to worry about
either you are well or you are sick.

If you are well,
then there is nothing to worry about.

If you are sick,
there are two things to worry about.
Either you will get well or you will die.

If you get well,
there is nothing to worry about.

If you die,
there are two things to worry about.
Either you will go to heaven or hell.

If you will go to heaven,
there ist nothing to worry about.

But if you go to hell,
you'll be so damn' busy shaking hands
with your friends,
You won't have time to WORRY!!

 

"Klöppeln ist nicht Frauensache" - eine Entdeckungsreise in die Auvergne!

 

Auf dem Gipfel der letzten Erhebung erscheint inmitten der menschenleeren Landschaft plötzlich die Kapelle von Aiguihle, einsam in 88 m Höhe auf einem Vulkanfelsen im Licht des frühen Abends – ein Wunder! Genauso müssen die Pilger empfunden haben als sie auf dem Weg nach Santiago de Compostela die Kapelle von Le Puy-en-Velay  erblickten. Und das war und ist auch der letzte Blick wenn sich die Pilger nach der Morgenmesse in der Kathedrale Notre-Dame du Puy mit der „Schwarzen Madonna“ wieder auf den Weg machen. Überall in der Stadt spürt man eine meditative Atmosphäre – beim Blick auf die Medaillons im Straßenpflaster oder auf die Pilgerstöcke, die überall angeboten werden. Wir wenden uns dann den weltlichen Aspekten zu und bewundern die Klöppel-Arbeit von Monsieur, eine Tätigkeit, von der wir dachten, dass sie – wenn  überhaupt - nur die Frauen ausüben und die Auslagen der Geschäfte, die eine andere Spezialität von Le Puy-en-Velay – „grüne Linsen“ – anpreisen. Am Abend dürfen wir dies in Form einer ausgezeichneten „geschäumten Linsensuppe“ als Vorspeise in dem wunderbaren Restaurant „Tournayre“, das in einer ehemaligen Kapelle aus dem 16. Jahrhundert residiert, genießen. Nach der Übernachtung im zentralen 3* Hotel „Ibis Styles“ empfängt uns am nächsten Morgen La Chaise-Dieu mit seiner bekannten Abteikirche, die momentan aufgrund umfangreicher Restaurierungsarbeiten noch geschlossen ist. Aber nicht für uns, denn Monsieur Le Maire, der Bürgermeister persönlich, erwartet uns zu einer Führung durch die ehemalige gotische Klosteranlage zu der auch eine Schule gehörte. Mit einem verschmitzten Lächeln – das den Lausbub erkennen lässt, der er sicher mal war -  erzählt er von seinen ersten Schuljahren und den Pausen, die die Schüler im Kreuzgang verbrachten. Was für eine grandiose Kulisse für das seit 50 Jahren jährlich stattfindende Musikfestival mit sakraler und weltlicher Musik – dieses Jahr mit dem Berliner Symphonie Orchester. Im hübschen Dorf Lavaudieu tauchen wir ein in die klösterliche Stille der kleinen, romanischen Klosterkirche mit dem verwunschenen Kreuzgang – ein Weg ins Mittelalter.

Anschließend werden wir im Restaurant „La Sapinière“ in Brioude mit dem vielleicht besten Menü der Reise verwöhnt – Bilder sprechen manchmal mehr als 1000 Worte!

Nach einem kurzen Stadtrundgang mit Besichtigung der ehemaligen Benediktinerabtei St. Austremoine geht es tief in die Bergwelt der Auvergne zur Besichtigung einer Ferme, in der der berühmte Saint Nectaire Käse hergestellt wird – eine Kostprobe darf da nicht fehlen. Nach der Übernachtung im 3* Hotel Mercure Les Bains Romains in St. Nectaire geht es am nächsten Morgen mit der Zahnradbahn auf den Puy de Dôme, mit seinen 1.465 Metern einer der bekanntesten Gipfel der Auvergne.  Oben angekommen können wir noch kurz die Aussicht genießen bevor der Nebel die Umgebung einhüllt, so dass man keinen Meter weit mehr sehen kann – allerdings hält das die wagemutigen – oder waghalsigen? - Paraglider nicht davon ab, sich in unsichtbare Tiefe zu stürzen. Nach Rückfahrt mit der Zahnradbahn empfängt uns unten strahlender Sonnenschein, der uns bis zum Micheln Museum in Clermont-Ferrand begleitet. Dieses Museum ist eines der Highlights der Reise und bringt uns vom Mittelalter „in null Komma nichts“ in die Neuzeit und gibt auch einen Ausblick auf die Zukunft – was für ein Erfindergeist war hier am Werk: vom ersten Reifen über das weltweitbekannte Markenzeichen Bibendum (das „Michelin-Männchen“), die Straßenkarten, Reiseführer bis zu den berühmten Michelin-Sternen, mit dem die besten Restaurants ausgezeichnet werden.

Nach einem Stadtrundgang in Clermont-Ferrand, der Hauptstadt der Auvergne mit der aus schwarzem Lavastein erbauten gotischen Kathedrale und der Besichtigung weiterer Hotels beziehen wir die Zimmer im 4* Zentrumshotel Mercure Centre Jaude. Am nächsten Tag lernen wir in Thiers im Familienbetrieb eines Messerschmieds das alte, traditionelle Handwerk kennen und keiner kann wiederstehen eines der schönen, handgefertigten Messer zu erstehen. Thiers ist in Frankreich, was Solingen für Deutschland ist – ein Mekka der Schmiedetechnik, bekannt für Qualität und Design. Die Uhr mit ihrem Messerschmid auf dem Marktplatz symbolisiert dies auf vortreffliche Weise. Am Nachmittag steht noch die Besichtigung des Schlosses von Aulteribe auf dem Programm bevor wir Monteyroux, eines der schönsten Dörfer Frankreichs, besichtigen.

Unser herzlicher Dank gilt unserer Frankreich-Agentur, der ACCOR-Gruppe und dem Tourismusverband Auvergne und Haute Loire, die mit Annika, Katrin, Marie-Laure, Vanessa und Xavier die besten Vertreter geschickt haben, um uns für diese Region zu begeistern.

 

Zauberhaftes Venedig - der Serenissima verfallen!

 

Wolkenbruchartiger Regen beendet gegen Mittag unseren geführten Stadtrundgang vorbei an  der Kirche San Simeone Piccolo, dem Canal Grande, der Pescheria mit dem farbenfrohen Markt und der Rialtobrücke. Die berühmte Piazza San Marco verwandelt sich in eine gigantische Pfütze und wer keinen Regenschutz dabei hat, macht sich fluchtartig auf die Suche nach einem der Straßenhändler, die plötzlich wie durch Zauberei  die erstaunlichsten Regenschirme anbieten – bevorzugt mit Motiven der Lagunenstadt. Doch nach einer halben Stunde ist alles vorbei und die Sonne bricht hervor und verlässt uns auch für den Rest der Reise nicht mehr. Wir stärken uns wie die Venezianer mit einer „Ombra“, einem 0, 1 l  Glas Weißwein aus dem Fass und einem kleinem Imbiss – frische Weißbrotscheiben mit Sardellen und Thunfischpaste – in einem der typischen kleinen Weinlokale, den Bàcaros, bevor wir das „Stadtsechstel“ Castello erkunden (Venedig ist in sechs Stadtbezirke aufgeteilt). Wir schlendern entlang der Kanäle mit ihren Gondeln und Motorbooten, über unzählige  Brücken, durch verwinkelte Gassen und über kleine Plätze, durch den Giardini Pubblici, den Stadtpark in dem sich z.Zt. die Ausstellungen der Biennale befinden, zum Arsenale. Unterwegs staunen wir über die Minigolfspieler, die im Rahmen einer Ausstellung der Biennale versuchen die Golfbälle in ein Netz im Kanal zu spielen – gut, dass sie mit dem Golfschläger auch einen Kescher in die Hand gedrückt bekamen sonst wäre der Kanal komplett mit Golfbällen bedeck

Gegen Abend sind wir zurück am Markusplatz und wollen die milde Abendsonne und das bunte Treiben auf dem Platz vor dem berühmten Caffé Florian, 1720 eröffnet, genießen. Dass unser Apéritif € 12,50 kostet hatten wir bereits vorher auf der Getränkekarte gelesen und doch werden wir überrascht als wir die Rechnung bekommen und dort einen Betrag von weiteren € 12,- für die „Musica“ entdecken! Wir nehmen es mit Humor und bleiben noch eine halbe Stunde länger sitzen während wir der „kostbaren“ Salonmusik der Kapelle lauschen bevor wir uns ein kleines Restaurant an einem stillen Platz suchen, in dem wir es uns bei hausgemachten Spaghetti Vongole und ofenfrischer Pizza gut gehen lassen. Um kurz nach 22 Uhr nehmen wir den Zug nach Quarto d’Altino zu unserem 4* Hotel. Wer nicht die horrenden Preise für ein gutes Hotel direkt in Venedig zahlen und trotzdem den Abend in dieser bezaubernden Stadt verbringen möchte, ist in diesem Hotel hervorragend untergebracht. Direkt gegenüber dem Bahnhof gelegen, erreicht man mit der Bahn ganz einfach in spätestens 30 Minuten Venedig. Es ist wunderbar die angestrahlten Palazzi bei einer nächtlichen Bootsfahrt mit dem Vaporetto zu bewundern – dann wenn Venedig seinen ganz besonderen Charme entfaltet.

Wir verbringen einen weiteren Tag bei verschiedenen Schifffahrten durch die Lagune, auch zum Lido mit einem kleinen Strandbummel und zur Fischerinsel Pellestrina, laut unserem Reiseführer ein „absoluter Geheimtipp“. Der Tipp ist so geheim, dass ihn sogar die Venezianer nicht kennen! Zumindest kommen wir zu dem Schluss als wir nach einem Blick auf den menschenleeren Strand und die geschlossenen Fensterläden in bunten Häuschen – auch bei dem berühmten Fischrestaurant – wieder nach Venedig zurückkehren. Den letzten Abend zelebrieren wir mit einem Meeresfrüchteessen im Restaurant „Terrazza Sommariva“, dekorativ am Canal Grande und mit Blick auf die Rialtobrücke gelegen.

Zuviel Klischee? Vielleicht, aber schön war’s!

 

Sizilien 06.04. – 11.04. bzw. 14.04.2015

 

Endlich war es soweit – ich hatte mich mit meiner Mutter, kurz Ma genannt, auf unsere GROSS Sizilien Flug-Bus-Kombinationsreise angemeldet. Nun würde ich endlich die süditalienischen Landschaften und das 4*-Hotel Hellenia Yachting von denen unsere Gäste so begeistert geschwärmt hatten, selbst mal testen. Nach dem bequemen Gross-Bustransfer von Heilbronn zum Flughafen Stuttgart konnten wir gleich zum Gepäckschalter von Air Berlin, da uns meine Kollegin Stefanie Wiederhold, bereits online eingecheckt hatte. Im ca. 2 ½-stündigen Direktflug ging es nach Catania, wo uns unser örtlicher Reiseleiter Ernesto und unser Gross-Busfahrer Mitch Axsom mit dem gut ausgestatteten Gross-Bus erwarteten. Schon nach kurzer Zeit war klar was für einen großartigen Reiseleiter wir bekommen hatten und das bestätigte sich auch noch im Laufe unserer Reise – Dottore Ernesto drehte für uns sozusagen jeden Stein in jeder Ausgrabungsstätte um, erzählte uns informativ und unterhaltsam die Geschichte Siziliens und seiner Bewohner –  Phönizier, Griechen, Römer, Normannen, Staufer, Franzosen, Spanier, Österreicher, Italiener – und zeigte uns die kulturellen Schätze, die wir heute noch bewundern können. Uns wurden die „Dimension“ (ein sehr beliebter Ausdruck Ernestos!) und die Bedeutung Siziliens im Laufe der Jahrhunderte bewusst. Bei sonnigen, aber für die Jahreszeit frischen Temperaturen erkundeten wir bei einer Stadtrundfahrt Palermo und die berühmte Kathedrale mit der Grablege des normannisch-staufischen Königshauses – unter anderen der Sarkopharge Heinrichs VI. und seines Sohnes Friedrich II. – sowie das beeindruckende Kloster Monreale mit seinem wunderbaren, kunstvoll mit Mosaiken ausgestatteten Dom und dem mit reichverzierten Säulen geschmückten Kreuzgang. Während der Weiterfahrt im angenehm temperierten Gross-Bus erfreuten wir uns an dem satten Grün der Palmen, Zedern, Pinien und Mittelmeer-Sträuchern sowie an den Orangen- und Zitronenhainen und Feldern mit Mandelbäumen. In Selinunte ließen wir es uns in einem urigen Restaurant direkt am Meer bei landestypischen Gerichten – mit einer Auswahl von gerilltem Gemüse, Oliven, Sardinen und Oktopus vom Vorspeisenbuffet und leckeren Spaghetti Bottarga (getrocknete, kleine Fischeier) – gutgehen. Das Mittagessen ist bei den Sizilianern sehr wichtig (zum Frühstück gibt es ja üblicherweise nur Cappuccino oder Caffeelatte und ein Cornetto, ein Hörnchen) und daher nimmt man sich für das Mittagessen Zeit und das dauert  dann dementsprechend etwas länger. So gestärkt besichtigten wir die Ausgrabungsstätte und einzigartige Tempelanlage in Selinunte. Am nächsten Tag standen die faszinierenden Ruinen im „Tal der Tempel“ bei Agrigent und die Besichtigung der Villa Romana del Casale bei Piazza Armerina auf dem Programm, bei der uns anhand der großartigen Bodenmosaiken bewiesen wurde, dass der Bikini keine Erfindung der Neuzeit ist sondern schon im antiken Rom getragen wurde! Am Abend bezogen wir das 4*-Hotel im Badeort Gardini-Naxos, direkt am Meer gelegen. Für Frühaufsteher empfiehlt es sich ein Zimmer mit Meerblick zu nehmen, so dass man den Sonnenaufgang vom Balkon aus beobachten kann, denn Frühstück gibt es erst ab 7.30 Uhr. Dafür ist das Abendessen ab 19.30 Uhr für deutsche Verhältnisse relativ spät – auch schon deswegen ist so ein „Mittagshappen“ notwendig. Von Gardini-Naxos aus unternahmen wir einen Ausflug zum schneebedeckten Ätna  - mit dem einzigen 15m-Bus auf dieser Strecke! – und mit einem Stopp bei einem erloschenen Lavafeld. Wir packten uns warm ein, denn auf 1.800 m Höhe war es doch sehr frisch und ein kleiner Spaziergang an einem Kraterrand ist ein besonderes Erlebnis und gehört auf jeden Fall zum Besuch des Ätnas dazu. Einige der Teilnehmer fuhren mit der Seilbahn bis in die Schneeregion auf 2.500 m Höhe. Da es von dort aufgrund der Witterungsverhältnisse nur noch mit Schneeraupen weitergehen konnte, verzichteten die Teilnehmer darauf und wir hatten so am Nachmittag Zeit das wunderbare Städtchen Taormina, dessen Charme so viele Berühmtheiten bereits verfallen sind, mit seiner romantischen Altstadt und dem Griechischen Theater – dem absoluten Fotomotiv von Sizilien – zu erkunden. Etwas erschöpft, aber voller Bewunderung ließen meine Ma und ich uns im Caffè Wunderbar – mit grandioser Aussicht hoch oben über dem Meer und mit Blick zum Ätna – nieder und genossen unseren Aperitif für sage und schreibe € 11,50 - aber das war es wert! An den letzten beiden Tagen standen noch die bedeutenden Städte Syrakus mit der sehenswerten Altstadt, dem Dom und der Tempelanlage sowie Catania mit dem berühmten Fischmarkt und dem Domplatz mit Elefantenbrunnen auf dem Programm bevor es für die Gäste wieder zurück nach Heilbronn ging. Meine Ma und ich hatten noch zwei Tage verlängert, zum Ausspannen, für lange Spaziergänge am Lungomare in Gardini-Naxos und einem weiteren Besuch in Taormina. Und dann hieß es auch für uns: „Arrivederci bella Italia!

FAZIT: Wir empfehlen unsere Gross Sizilien-Reise für 2016 gerne weiter – mit unserem komfortablen Gross-Bus und einem kompetenten Gross-Busfahrer vor Ort, Dottore Ernesto, den freundlichen Sizilianern, den grandiosen Tempeln und Kathedralen und vielleicht einem Zimmer mit Meerblick im Hotel Hellenia Yachting.